Zuwanderung

Einwanderung ‡ Asyl

Seit vielen Jahren werden die Begriffe Einwanderung und Asyl so verwendet, als sei es das gleiche. Und leider immer wieder in der Art, als ob es um Menschen geht, die man reinlässt oder eben nicht.

Das Recht auf Asyl ist im Grundgesetz Artikel 16 beschrieben. Ich werde mich in meinem Beitrag zum Thema „Flüchtlinge“ dazu äußern.

Bei der Einwanderung geht es darum, dass Menschen, aus unterschiedlichsten Gründen in Deutschland leben möchten und darum, dass eine alternde Gesellschaft wie die deutsche Menschen aus anderen Ländern braucht.

Wie sind ein Einwanderungsland und deshalb brauchen wir auch ein Einwanderungsgesetz, um die Interessen Deutschlands und der Migrant*innen in Einklang zu bringen.

Wenn auf der einen Seite der Mangel an Fachkräften beklagt wird, darf man es auf der anderen Seite diesen Fachkräften nicht verwehren, in Deutschland zu leben.

Das Sinken des Arbeitskräftepotentials mit seinen Auswirkungen auf die Sozialsysteme halten wir nur dann auf, wenn genügend junge Menschen in unsere Wirtschaft integriert werden.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Deshalb werden wir ein Einwanderungsgesetz vorlegen. Fachkräften ermöglichen wir ein Aufenthaltsrecht zur Arbeitssuche und schaffen dafür eine Einwanderungsquote mit Punktesystem. Wir GRÜNEN werden eine „Talentkarte“ einführen, mit der gut qualifizierte Fachkräfte sich binnen eines Jahres in Deutschland einen Job suchen können. Eine Talentkarte erhält, wer nach Qualifikation, Berufserfahrung, deutschen Sprachkenntnissen, Voraufenthalten in Deutschland und Alterssicherung ausreichend Punkte für die Auswahl sammelt.

Wuppertal ist ein gutes Beispiel: Hier heißen wir Migrant*innen willkommen und unterstützen sie mit viel ehrenamtlichem Engagement bei der Integration. Leider fehlt es der Stadt oft an Geld. Ich setze mich dafür ein, dass wir ausreichende Mittel für Integration erhalten.

Schon seit Jahrzehnten profitieren die deutschen Sozialsysteme von der Einwanderung – so das einhellige Fazit aller Sachverständigen (vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesarbeitsagentur, vom Institut zur Zukunft der Arbeit und von der Bertelsmann-Stiftung): Denn Migrantinnen und Migranten kommen in der Regel in jungen Jahren zu uns. Sie zahlen daher jahrzehntelang deutlich mehr Beiträge in die umlagefinanzierten Renten- und Sozialversicherungssysteme ein als einzelne an Leistungen in Anspruch nehmen.

Wir brauchen also nicht weniger, sondern mehr Einwanderung!

Verwandte Artikel