Fraktionsgeschäftsführin Sylvia Meyer - Ratsfrau Yazgülü Zeybek - KV Vorstandssprecherin Claudia Schmidt

Fraktionsgeschäftsführin Sylvia Meyer - Ratsfrau Yazgülü Zeybek - KV Vorstandssprecherin Claudia Schmidt

Frauenhäuser langfristig finanzieren

Vor Ort in der Beratungsstelle des Frauenhauses

 Als Feministin liegt es mir besonders am Herzen, dass die Frauenhäuser, die den Opfern von männlicher Gewalt Schutz bieten, alle staatliche Unterstützung erhalten, die sie für ihre so wichtige Arbeit brauchen. Wir GRÜNEN sind der Auffassung, dass die Hilfe für Opfer von Gewalt selbstverständlich und kostenlos sein muss.

Wir setzen uns deshalb weiterhin für die verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen ein. Es darf nicht sein, dass auch nur eine Frau, die im Frauenhaus Schutz sucht, aus finanziellen Gründen abgewiesen werden muss.

Ich freue mich deshalb sehr über die Aktion der LAG Frauenhäuser, die auf unterschiedliche Probleme hinweist. Jede Woche schickt ein anderes Frauenhaus in NRW bis zur Landtagswahl am 14. Mai den Abgeordneten bzw. Kandidat*innen einen Brief, in dem die Wichtigkeit der Arbeit geschildert und die konkreten Probleme vor Ort aufgezeigt werden.

Besuch in der Wuppertaler Beratungsstelle

Gemeinsam mit Claudia Schmidt (rechts, Direktkandidatin der GRÜNEN zur Landtagswahl, Wahlkreis 31) und Yazgülü Zeybek (Mitte, stellvertretende Vorsitzende des kommunalen Gleichstellungsausschusses) habe ich mit Mitarbeiterinnen der Wuppertaler Beratungsstelle des Frauenhauses am 09.02. über ihre Sorgen diskutiert, z.B., dass die Arbeit der Frauenhäuser langfristig und mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden muss.

Die Stadt Wuppertal leistet jährlich ihren Beitrag zur Finanzierung des Frauenhauses, auch wenn der Zuschuss seit vielen Jahren weder an die steigenden Tarife noch an die steigenden Kosten insgesamt angepasst wurde und deshalb dringend erhöht werden muss.

Das Land NRW hat 2010 die Finanzierung der vierten Stelle in jedem Frauenhaus wieder übernommen, die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung gestrichen wurde.

In den vergangenen fast sieben Jahren wurden die Landesmittel für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder von 11 auf insgesamt 22 Millionen Euro verdoppelt. Das ist eine sehr positive Entwicklung. Von diesen Mitteln profitierten jedoch die Frauenhäuser kaum.

Vom Bund erwarten wir eine bundeseinheitliche Regelung, die es ermöglicht, jeder Frau und ihren Kindern eine kostenlose Zuflucht in Frauenhäusern zu gewährleisten.

Jedes Jahr fliehen mehr als 40.000 Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt in ein Frauenhaus. Jede dritte in Deutschland lebende Frau hat bereits körperliche und sexuelle Gewalt durch ihren Partner oder Expartner erlebt. Gewalt gegen Frauen ist deshalb ein Problem, bei dem die Gesellschaft tätig werden muss. Hier ist auch die Bundespolitik gefragt. Es ist die Aufgabe des Staates, Gewalt gegen Frauen zu verhindern, präventiv tätig zu werden, aber auch den Opfern Hilfe zu gewähren und sie zu schützen. Deshalb fordere ich, unterstützt von den GRÜNEN, eine bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser, die jeder Frau und ihren Kindern eine kostenlose Zuflucht und damit Schutz vor Gewalt bieten.

Anlage:
Der Brief des Wuppertaler Frauenhauses an die Landtagskandidat*innen

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