Klimawandel

Aus Harvey und Irma lernen

Fronleichnam 2017: ‚Heftiges Unwetter überflutet Mönchengladbach‘ (RP online); 20. Juli: ‚Land unter in Köln nach Unwetter‘ (RP online).
In der Karibik nähert sich der ‚extrem gefährliche‘ Hurrikan Irma Florida, nachdem er auf den karibischen Inseln schwere Schäden hinterlassen hat. Der stärkste Monsun seit langem mit Millionen betroffener Menschen schafft es gerade noch in die Nachrichten, weil ausgiebiger über der Hurrikan Harvey in Texas berichtet wird.
Längst ist klar, dass es sich hier nicht nur um schlechtes Wetter handelt, sondern dass wir jedes Jahr mehr und mehr die Auswirkungen des Klimawandels erleben. Das Wasser im Topf wird langsam erhitzt und wenn einige meinen, das wird schon nicht so schlimm, seien sie darauf hingewiesen: die Münchener Rückversicherung Munich Re rechnet damit, dass einzelne Stürme in Deutschland künftig stärker werden und es häufiger zu durch Starkregen verursachte Überschwemmungen kommt. „Betrachtet man die inflationsbereinigten Gesamtschäden seit 1980, dann gehört 2016 zu den zehn schadenreichsten Jahren überhaupt.“ Und hier sprechen nicht ‚die chinesischen Erfinder‘ des Klimawandels sondern eine weltweit führende Rückversicherung.

Windrad

Dieses Windrad steht zu nah an Wohnbebauung

Wir müssen unsere Kräfte mobilisieren und den Kohlendioxid-Ausstoss stärker begrenzen. Die Bundesregierung ist von ihren eigenen Zielen weit entfernt und das selbstgesetzte Klimaziel wird klarer verfehlt als gedacht. Schwarz-Gelb in NRW beendet faktisch den Ausbau der Windenergie. Das abgebildete Windrad würde heute in NRW nicht mehr genehmigt werden, da es weniger als 1,5 km vom Wohngebiet entfernt ist. Statt dessen setzt man hier auf Braunkohleverstromung und das sehr zur Freude von RWE, einem Konzern, der schon den Atomaustieg verschlafen hat und miserable Geschäftsergebnisse einfuhr.

Was wir lokal als extremes Unwetter erleben, ist global längst eine Katastrophe und bringt Millionen von Menschen um ihre Existenzgrundlagen.
Durch konsequente Klimaschutzmaßnahmen können wir eine weltweite Umweltkatastrophe abwenden. Doch das wird nicht funktionieren, ohne eine wirkliche Wende in der Klimapolitik, eine Verkehrs- und Energiewende.

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